Kategorie: Samstagskaffee

Samstagskaffee // Sechsundfünfzig

„Entspannt das Dasein genießen“, hieß es in einer Sendung von DRadio Kultur. Dieser Satz hat sich eingebrannt. So wichtig ist er. Oft vergesse ich es und mit mir sicher auch viele Andere. Ich habe ihn mir in einer kleinen Notiz auf dem iPhone gespeichert. Aber ist es das? Eine Handynotiz für einen Satz mit so hoher Bedeutung? Ein Gedanke wird dem anderen weichen und so gerät er doch wieder in Vergessenheit. So, als wäre er nie da gewesen. Ich werde ihn auf Papier bringen. Das ist das Mindeste. Er wird einen Platz an der Wand finden und mir jeden Tag die Augen öffnen. Für das Wesentliche. Für das was ist und was immer sein soll.

Samstagskaffee // Fünfundfünfzig

Frühlingshaft warm soll es werden. Mit Sonne und so. Ich mag das. Wenn alles noch so neu und frisch erscheint. Jahr für Jahr. Sowieso sind die ersten Sonnenstrahlen des Jahres Wellness für die Seele. Und das brauche ich gerade sehr. Der Drang nach draußen zu gehen ist da groß. Deshalb heute nur ein schnelles Müsli. Noch vor dem Duschen in den Ofen geschoben, genieß ich es jetzt mit griechischem Joghurt, weil ich den doch so sehr mag. Und ein kleiner Kaffee, wie fast immer, mit Milch.

Zutaten für 2:

8 EL Haferflocken
5 EL Nüsse (Cashewkerne, Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Pekannüsse)
1 EL Kokosöl
2 EL Honig
Zimt

Außerdem:
1 Apfel
1 EL Butter
1 EL brauner Zucker
150 g Joghurt

Zubereitung:

Kokosöl und Honig in einem Topf leicht erhitzen, bis das Öl flüssig ist. Nüsse grob hacken und mit dem flüssigen Öl und den Haferflocken vermengen. Zimt nach Belieben darüberstreuen.

Das Müsli in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 20 Minuten rösten.

Den Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen und kleinschneiden. Entweder frisch zum Müsli essen oder kurz in einer Pfanne mit Butter schwenken und mit etwas braunem Zucker und Zimt bestreuen.

Das Müsli mit den Apfelstückchen und dem Joghurt genießen.

Samstagskaffee // Vierundfünfzig

Ich habe Verlangen. Verlangen nach Frühling, nach Wärme. Dem ersten Frühdienst im Hellen, wenn die Vögel auf dem Weg zur Arbeit wieder zwitschern und der Kirschbaum blüht. Nach luftiger Kleidung, die den Körper nur ganz sacht umschließt, nach offenen Schuhen. Und Verlangen nach frischem Obst. Am liebsten Nektarinen und Erdbeeren. Nicht erst morgen, da sind die Gelüste schon wieder andere. Ein kleiner Obstteller hat es trotzdem auf den Tisch geschafft.

Genießt das Wochenende.

Samstagskaffee // Dreiundfünfzig

Den Samstagmorgen mit etwas Gutem beginnen. Mit Musik. Erst leise und dann etwas lauter. Frisch geduscht und mit Handtuch auf dem Kopf der erste Kaffee. Das rechte Bein auf dem Stuhl und an den Bauch gezogen. Pläne für den Tag schmieden und fleißig Zettel schreiben. Kleine Listen. Um nichts zu vergessen. Einkäufe. Worte. Gedanken. Urlaubsziele. Erinnerungen. Später gefrorene Beeren, püriert, mit Joghurt. Und Flocken. Haferflocken.

Genießt die Sonnenstrahlen.

Samstagskaffee // Zweiundfünfzig

Freitagabend. 6 Stunden Autofahrt, die mich von meinem Wochenende trennen. Unterwegs Schnee. Überall. Minusgrade. Es ist eben doch noch Winter. Im Auto läuft Deutschlandfunk, der Überwacher in uns. Ich höre sonst nie Radio. Nie. Ich hab auch keins. Und dann wieder viel Musik. Die Playlist für lange Fahrten. Und dabei ganz viele Gedanken an den kommenden Sommer.

Aufgewacht heut morgen in absoluter Stille. Und mit dem Wissen, dass es die nächsten 5 Tage so sein wird. Eine spontane Auszeit am Anfang des Jahres.

Genießt das Wochenende.

Samstagskaffee // Einundfünfzig

Machen, statt reden.

Manchmal fällt das schwer. Diesmal aber habe ich gemacht. Ich habe Entscheidungen getroffen. Für mich. Und irgendwie auch für Andere. Ich habe sie ausgesprochen. Meine heimlichen Gedanken. Ängste, die das Weitermachen erschwerten. Ich habe Konsequenzen daraus gezogen. Und ich war stolz auf mich.

Dann aber kam alles anders. Die Rückspultaste wurde gedrückt. Für mich. Das hat Alles verändert. Alles ist anders und doch wie bisher. Nur besser. Es fühlt sich gut an.

Manchmal muss man sich trauen.

Samstagskaffee // Neunundvierzig

Samstagskaffee. Der erste im neuen Jahr. Für mich fühlt sich das komisch an. Ich denke sonst nicht in Jahren. Da ist ein ganzes Leben, das durch die Silvesternacht nicht weniger wird. Diesmal aber ist es anders. Das letzte Jahr war nicht das Beste. Zuviel ist passiert, was nicht hätte sein müssen. Da gab es Krankheiten und Verluste, schmerzhaft, aber von der Natur so vorgesehen und nicht änderbar.

Und dann gab es diese vielen schwarzen Löcher, die ich mir selbst zuzuschreiben habe. Die letzten Monate habe ich zuviel nachgedacht und gegrübelt. Innerer Druck, den ich mir doch meist selbst aufbaute, bremste mich völlig aus. Leichtigkeit ging mir dadurch verloren. Und Glück habe ich nur noch im ganz Großen gesehen. Engstirnigkeit brachte mir schließlich eine langanhaltende Erkältung, die bis jetzt nicht nachgelassen hat. Immer 100% geben und am besten noch mehr, funktioniert auf Dauer nicht, das habe ich im vergangenen Jahr schmerzlich erfahren müssen.

Das neue Jahr, das noch so leer und frisch ist, fast schon jungfräulich, werde ich nun allmählich mit Ideen und Plänen füllen. Vor allem aber mit mehr Gelassenheit. Ich werde diese Zeit nutzen, um alten Ballast abzuwerfen. Materiell und im Kopf. Ich werde mehr an mich denken, ohne dabei meine Mitmenschen aus den Augen zu verlieren. Ich bin bereit für alles Neue.

Ich wünsche Euch ein, vor allem, gesundes 2015. Alles andere liegt in eurer Hand, ihr könnt es formen und gestalten. Nur ihr. Macht das Beste daraus.

Samstagskaffee // Achtundvierzig

Heute ganz gemütlich im Bett, und so tun, als wenn schon Sonntag wäre. Es gibt warme Pancakes mit Ahornsirup und Heidelbeeren und einen Cappucchino mit Schaum. Wir schauen Tv Noir. Ich mag dieses Format. Schwarz-Weiß. Es richtet den Blick aufs Wesentliche. Auf die Menschen. Auf ihre Musik. Auf Worte. Auf das Zwischendrin. Ohne Ablenkung. Einfach nur aufsaugen und einatmen.

Und das 20. Kalendertürchen könnt ihr wie immer hier öffnen. 

Samstagskaffee // Siebenundvierzig

Statt Kaffee, heiße Milch mit Honig. Mit Schaum und Zimt. Der Honig gegen die Halsschmerzen. Der Schaum zum schön aussehen. Der Zimt für die Weihnachtsstimmung. Altes Hausmittelchen, aber ich glaube ganz fest daran. An die Wirkung und das alles wieder gut wird. Und für den Magen gibts ein Nutellabrot.

Und wer heut noch ein Kalendertürchen öffnen möchte, der klickt entweder hier oder direkt auf ein Türchen unten im Bild.