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Einkochen // Heidelbeeren

Blau. Violett. Kulturheidelbeeren. Die Großen. Die Kleinen mag ich viel lieber. Selber in den Wald gehen und Heidelbeeren pflücken. So wie Oma und Uroma.

Nein.

Sie kommen vom Markt. Irgendwie nicht echt. Aber in runden kleinen Spankörbchen. Heidelbeeren eingekocht. Nicht aus dem Supermarkt. Wäre einfacher. Schneller. Aber selber einkochen ist schöner. Heidelbeeren mit Wasser bedeckt und Zucker köcheln auf dem Ofen. Ein Spritzer Zitronensaft kommt dazu. Vielleicht auch zwei.

In der Küche steht die Luft. Es ist heiß und über dem Topf steigt der Dampf nach oben. Es ist August und draußen sind 30 Grad.

Die Beeren fülle ich heiß in ein Glas und stelle sie in den Vorratsschrank. Nicht zu weit nach hinten, bald brauche ich sie wieder. Es soll Hefeklöße geben.

Ode an meine Oma – Oder, wie backe ich Quarkkäulchen?

Wenn wir Enkelkinder früher unverhofft bei Oma und Opa vor der Tür standen, dann rannte Oma hektisch in die Küche und überlegte emsig, was sie uns zum Kaffee anbieten könnte.
In diesem Fall genügte ein Blick in den Kühlschrank. War Quark im Haus, dann machte sie immer, die von mir heißgeliebten Quarkkäulchen.

Die Quarkkäulchen auf meinem Teller sahen aber aus wie ein Schweizer Käse. Denn, erst habe ich große Löcher mit dem Finger hineingebohrt und dann fein säuberlich jede einzelne Rosine aus dem Teig gepult.

Die Zeiten sind nun leider schon lange vorbei. Mein Appetit auf ihre Quarkkäulchen ist aber nach wie vor geblieben. Wenn ich also mal wieder unverhofft einen Hieper auf Süßes habe, dann mache ich mich ans Backen dieser kleinen Dinger.

Wer jetzt glaubt, dass ich von meiner Oma ein Rezept dazu bekommen habe, der irrt gewaltig. Genaue Mengenangaben gibt es nicht. Schließlich hat sie schon immer alles frei Schnauze gebacken. Und so rufe ich sie jedes Mal erneut an und frage sie zumindest nach den Zutaten. Form und Farbe meiner Quarkkäulchen lassen mir dann meistens die Haare zu Berge stehen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich zumindest beim Backprozess mit ihnen auf Kriegsfuß stehe.Der Genuss und die Kindheitserinnerungen beim Hineinbeißen in ein warmes Käulchen, machen diesen Teil dann wieder gut.

Und ganz unter uns: Auch bei Oma liefen sie oft aus der Form und waren an so manch einer Stelle schwarz. Aber das machte nichts. Oma ist sowieso die Beste.

Zutaten:

Für 12 Quarkkäulchen:
500 g Magerquark
1 Pck. Vanillepuddingpulver
55 g Rosinen
4 EL Zucker
1 Ei
1 Msp. Backpulver
1 Prise Salz
Abrieb von 1/2 Bio-Zitronenach Bedarf etwas Mehl (2-4 EL)

Butter zum Braten

Für das Apfelkompott:
1 großer Apfel
100 ml Apfelsaft
1 1/2 EL Amaretto
1/2 TL Zimt
etwas Zitronensaft

Zubereitung:

Für das Kompott den Apfel schälen, entkernen und klein würfeln. Mit etwas Zitronensaft vermischen und mit Apfelsaft und dem Amaretto in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. Mit Zimt bestreuen und auskühlen lassen.

Für die Quarkkäulchen alle Zutaten miteinander verrühren und ggf. soviel Mehl dazu geben, bis ein klebriger, fester Teig entsteht.Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und 2 Teighäufchen (1 gehäufter EL pro Häufchen) in die Pfanne geben und etwas flach drücken. Bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 3 Minuten goldbraun backen. Fertige Käulchen im Ofen warm halten.

Die noch warmen Quarkkäulchen am besten mit Puderzucker bestäubt und mit Apfelkompott genießen.

Erdbeer-Rhabarber-Vanille Marmelade

Heute hab ich ein sehr leckeres Marmeladenrezept für euch. Marmelade zum Frühstück geht immer und Erdbeeren sowieso. Also lag es nahe, als ich die neue deli durchblätterte, eines der Rezepte auszuprobieren. Nur wäre da nicht der Rhabarber in der Marmelade – dachte ich mir. Bisher kam er mir nämlich nicht in meine Einkaufstasche, geschweige denn in meine Küche. Aber beim Gedanken an Erdbeere und Vanille auf dem Frühstücksbrötchen und dazu eine heiße Tasse Milchkaffee, lies ich mich auf das Wagnis mit dem Rhabarber ein. Und das Beste, ich wurde nicht enttäuscht.

Hier also mein momentaner Favorit auf ofenwarmen Sonntagsbrötchen (die gibt es dann aber erst beim nächsten Mal für euch).

Zutaten für 6 Gläser:

750g reife Erdbeeren
250g Rhabarber
1 Vanilleschote
500 g Gelierzucker (2:1)
2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Erdbeeren und Rhabarber klein würfeln. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Erdbeeren, Rhabarber, Vanilleschote und -mark mit dem Gelierzucker in einem großen Topf mischen und abgedeckt 1 Stunde Saft ziehen lassen.

Anschließend Zitronensaft zu der Erdbeermischung geben. Bei starker Hitze 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Rühren nicht vergessen!

Marmelade abschäumen und Vanilleschote entfernen. Marmelade sofort in saubere Twist-off-Gläser füllen und schließen. Gläser 5 Minuten auf den Kopf stellen. Dann umdrehen und vollständig abkühlen lassen.

Kauft etwas mehr Erdbeeren und Rhabarber, da beim Putzen meist viel weggeschnitten wird.