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Kardamom-Apfel-Scones

Zufrieden sein. Nie gelingt es mir mehr, als zu dieser Zeit. Wenn der Konsum die Menschen in die Geschäfte zieht. Ziehe ich mich zurück. Und spüre Zufriedenheit. Weil ich alles habe. Und nichts brauche (aber dennoch haben möchte). Die früh einsetzende Dunkelheit mag an manchen Tagen aufs Gemüt schlagen. Aber nein, Abendstunden, die bereits mit der ersten Dunkelheit um vier Uhr einsetzen, sind mir die Liebsten. Von wintermüde kann hier nicht die Rede sein. Im Kopf liegen Ideen, eingemottet zu Zeiten, in denen Zeit fehlte. Und Mut.

Der Dezember bringt sie hervor und neue kommen hinzu. Ich möchte anpacken und verändern. Neues probieren und Altes beenden. Fangen wir an.

Warme Kardamom-Apfel-Scones mit einer luftigen Mascarpone-Quark-Creme
(Original von Yvette van Boven)

Für den Teig:

250 Gramm Dinkelmehl
1/2 Päckchen Weinsteinbackpulver
30 Gramm Rohrzucker
1 Prise Salz
20 Gramm Alsan (Pflanzenmargarine)
125 Milliliter Mandelmilch
30 Gramm selbstgekochtes Apfelgelee (optional gekauft)
1/2 Teelöffel gemahlener Kardamom

Für die Glasur:

2 Esslöffel Apfelgelee
1/2 Teelöffel gemahlener Kardamom
1 Esslöffel Wasser

Für die Creme (optional):

70 Gramm Mascarpone
30 Gramm Quark
Zimt, Vanillemark, Rohrzucker
etwas Mandelmilch

Dinkelmehl, Rohrzucker, Weinsteinbackpulver und Salz in eine Schüssel sieben und vermischen. Butterwürfel dazu geben und alles mit den Händen zu einem krümeligen Teig verkneten. Mandelmilch, Kardamom und Apfelgelee zum Teig geben und mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig zwei Zentimeter dick ausrollen und sechs Scones ausstechen (das geht am besten mit einem Dessertring – sieben Zentimeter). Die Scones 15 Minuten ruhen lassen und anschließend im vorgeheizten Backofen bei 240 Grad Ober-/Unterhitze etwa 15 Minuten backen.

In der Zwischenzeit Apfelgelee, Wasser und Kardamom in einem Topf kurz erhitzen und anschließend die heißen Scones damit bepinseln.

Die noch ofenwarmen Scones mit der Mascarpone-Quark-Creme bestreichen. Dafür Mascarpone mit dem Quark luftig aufschlagen und mit Zimt, Vanillemark und Rohrzucker abschmecken. Ist die Creme zu fest, etwas Mandelmilch unterrühren.

Weniger gehaltvoll, aber genauso gut schmecken mir die Scones mit Alsan und Apfelgelee.

Kardamom-Brötchen. Für jede Jahreszeit.

Kardamom. Entweder du magst ihn. Oder eben nicht. Ich mag ihn. Das Richtige für die Zeit zwischen Winter und Frühling. Für Tage, an denen der nächste Urlaub noch in weiter Ferne liegt und für Tage an denen die graue Wolkendecke nicht aufreißt und die Sehnsucht nach knöchelfrei  am größten ist. Dann ist mir warmes Kardamomgebäck ein zu Hause.

Sie funktionieren aber genauso gut im Spätsommer. Dann in Gedanken im Schwedenurlaub. Bestrichen mit dick Butter und Heidelbeermarmelade. Oder mit selbst gekochter Pfirsichmarmelade, die nur so nach Sommer riecht. Der goldene Herbst gibt dem Kardamomgebäck Pflaumenmuß und die dunklen Morgenstunden der kalten Wintermonate mögen feines Apfelgelee. Das Gelee mit etwas Amaretto. Eher reichlich davon.

Natron und Essig im Teig machen die Brötchen luftig und weich. Für mich so am liebsten.

Zubereitung für vegane Kardamom-Brötchen (Originalrezept):

Für die Brötchen 200 ml Mandelmilch in einem Topf erwärmen, 1 TL Zucker hinzugeben, 25 g Hefe hinein bröckeln und unterrühren. 200 g Dinkelmehl mit der Milch verrühren. Den Teig abgedeckt im Ofen bei 50 Grad 10 Minuten gehen lassen.

Anschließend 1 EL Essig, 1 TL Natron, 1/2 TL Salz, 75 g Zucker sowie 1 – 2 TL Kardamom hinzufügen. Von 300 g Dinkelmehl etwas Mehl mit dem Mixer unterkneten. Das restliche Mehl sowie 50 ml neutrales Öl nach und nach mit den Händen einarbeiten.

Den Teig portinieren, zu kleinen Brötchen formen und auf einem mit Backpaier ausgelegten Backblech, zugedeckt, 30 Minuten gehen lassen. Die Brötchen großzügig mit Mandelmilch bepinseln und im vorgeheizten Backofen bei 250 Grad Ober/- Unterhitze 10 -12 Minuten backen. Zwischendrin den Backofen öffnen und die Brötchen nochmals mit Milch bestreichen.

Feines Gold und sattes Grün.

Maßstäbe setzen beim Frühstück. Weil ein gelungenes Wochenendfrühstück den Weg ebnet oder gar entscheidet welche Form der Tag annimmt. Frühstück zubereiten (ausgenommen Montag bis Freitag) ist meine Meditation, nichts schafft mehr Ausgleich.
Mein erstes Egg Benedtict. Hier im Verwandtschaftsverhältnis, als Egg Florentine. Die Sauce Hollandaise hab ich mir abgeschaut, schon im letzten Jahr und sie begleitet mich durch die Spargelsaison und nun auch durch die frühen Morgenstunden.  Weiterlesen

[Sonntag 2/2]

Montag, der sich zeitlich gesehen wie ein Sonntag anfühlt. [Sonntag 2/2]. Die Woche hat begonnen und fühlt sich doch ganz anders an. Wohlig warmer Duft drinnen. Abkühlung und graue Wolken draußen. Frischer Flieder auf dem Tisch, so wie ich es wollte. Nicht anders. Kein Abstrich. Genau so.

Warmes Gebäck von ihr, wie immer eigentlich. Mir ist es das Liebste. Weil sein Gelingen zuverlässig ist. [Ich schenke dem gold-gelben Süß 30 Minuten warme Ofenzeit]. Dazu Marmelade. Rote und blaue Beere bettet sich auf einer Sahnewolke, wie
hier auch schon.

Scones

Eine leichte Bluse auf dem Körper, mehr wäre zuviel. Barfuß. Die Füße kleben am Boden. Am Abend noch immer 30 Grad. Schlafen schier unmöglich. Das Laken dünn. Aber immer noch zu dick. Dann kam der Regen. Am Morgen, in der Dämmerung. Langanhaltend. Die Luft kühlte sich ab. Keine Sonne, die durchs Fenster scheint. Nichts. Einfach nur das offene Fenster. Das Rauschen der Blätter in den Bäumen und das Prasseln des Regens. Die Augen auf und ein paar Zeilen lesen.  Weiterlesen

Rosinenbrot

Hefeteig kneten und wissen, das, wenn er im Ofen ist, sich ein wohlig warmer Duft über die Wohnung legt. Die Aussichten könnten schlechter sein. Das warme Brot abkühlen lassen. Wird angeraten. Warten, halte ich aber nur schwerlich aus. Ich breche das Brot in der Mitte durch. Weil Teilen glücklich macht. Bei ein, zwei Scheiben Rosinenbrot, mit dick Butter, gemeinsam in Erinnerungen schwelgen, die Zukunft planen und die Gegenwart genießen. Eine dritte Scheibe nehmen, einfach weils so gut schmeckt.  Weiterlesen

Samstagskaffee // Fünfundfünfzig

Frühlingshaft warm soll es werden. Mit Sonne und so. Ich mag das. Wenn alles noch so neu und frisch erscheint. Jahr für Jahr. Sowieso sind die ersten Sonnenstrahlen des Jahres Wellness für die Seele. Und das brauche ich gerade sehr. Der Drang nach draußen zu gehen ist da groß. Deshalb heute nur ein schnelles Müsli. Noch vor dem Duschen in den Ofen geschoben, genieß ich es jetzt mit griechischem Joghurt, weil ich den doch so sehr mag. Und ein kleiner Kaffee, wie fast immer, mit Milch.

Zutaten für 2:

8 EL Haferflocken
5 EL Nüsse (Cashewkerne, Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Pekannüsse)
1 EL Kokosöl
2 EL Honig
Zimt

Außerdem:
1 Apfel
1 EL Butter
1 EL brauner Zucker
150 g Joghurt

Zubereitung:

Kokosöl und Honig in einem Topf leicht erhitzen, bis das Öl flüssig ist. Nüsse grob hacken und mit dem flüssigen Öl und den Haferflocken vermengen. Zimt nach Belieben darüberstreuen.

Das Müsli in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 20 Minuten rösten.

Den Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen und kleinschneiden. Entweder frisch zum Müsli essen oder kurz in einer Pfanne mit Butter schwenken und mit etwas braunem Zucker und Zimt bestreuen.

Das Müsli mit den Apfelstückchen und dem Joghurt genießen.

Spinatpesto

Zum Frühstück ein frisches Landbrot. Weich und fluffig oder knusprig aufgebacken. Obendrauf darf gern etwas Süßes. Erdbeermarmelade, Schokoauftrich und Karamellcreme mag ich. Und als Ausgleich zu dem ganzen Süß darf es zum Abschluss gern herzhaft werden. Dafür grünes Spinatpesto und darauf verteilt: eingelegte Tomaten in Öl. Etwas frischen Parmesan darüber reiben und genießen.

Zutaten (für 2 Gläser à 150 ml):

150 g frischer Spinat
20 Blätter Basilikum
40 g Parmesan, gerieben
40 g gemahlene Mandeln
1 kleine Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Spinat und Basilikum waschen und mit dem Pürierstab sorgfältig zerkleinern. Den geriebenen Parmesan mit den Mandeln und der Knoblauchzehe zum Spinat geben und pürieren.

Salzen, Pfeffern und 6 EL Olivenöl unterrühren. Das Pesto in Gläser füllen und mit Olivenöl bedecken.

Luftdicht verschlossen hält sich das Pesto im Kühlschrank bis zu 2 Wochen.

Sandwiches

 Zutaten für 2 Roastbeefsandwiches:

4 dicke Scheiben Toastbrot (vom Bäcker)
4 Scheiben Roastbeef
2 Gewürzgurken
3 EL Joghurtsalatcreme
2 EL mittelscharfer Senf
Butter zum Bestreichen
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Für das Roastbeefsandwich die Joghurtsalatcreme mit dem Senf mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gewürzgurken längs in dünne Scheiben schneiden.

Vom Toastbrot 4 dicke Scheiben abschneiden und von jeweils einer Seite dünn mit Butter bestreichen. Die Brotscheiben mit der Butterseite nach unten in einer heißen Pfanne goldgelb anbraten. Anschließend die ungebratenen Seiten mit der Senfcreme bestreichen. Das Roastbeef auf dem Brot verteilen, Gurkenscheiben darauf legen und jeweils 2 Scheiben Brot zusammenklappen.

Das Sandwich ggf. nochmal im vorgeheizten Ofen bei 120 Grad Ober/-Unterhitze 10 Minuten erwärmen. Diagonal durchschneiden und genießen.

 Zutaten für 2 Apfelsandwiches:

4 dicke Scheiben Toastbrot (vom Bäcker)
2 EL Frischkäse
2 EL Erdnussbutter
1 EL weiche Butter
2 kleine Äpfel
75 ml Apfelsaft
4 TL Zucker
1 1/4 TL Zimt
1 Prise Muskat
Mehl zum Andicken

Zubereitung:

Für das Apfelsandwich die Erdnussbutter mit dem Frischkäse glatt rühren.
1 EL Butter mit 1 TL Zucker und 1 TL Zimt ebenfalls glatt rühren und zur Seite stellen.

Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. In einem großen Topf Wasser erhitzen und die Äpfel für 1 Minute darin kochen, anschließend herausnehmen und beiseite stellen. Apfelsaft mit 3 TL Zucker und 1/4 TL Zimt kurz aufkochen und mit etwas Mehl andicken, vom Ofen nehmen und die Äpfel dazugeben.

Vom Toastbrot 4 dicke Scheiben abschneiden und von jeweils einer Seite mit der Zimtbutter bestreichen. Die Brotscheiben mit der Butterseite nach unten in einer heißen Pfanne goldgelb anbraten. Anschließend die ungebratenen Seiten mit der Erdnussbuttercreme bestreichen und auf 2 Toastscheiben die Äpfel verteilen.

Die beiden übrigen Toatstscheiben darauf setzen und ggf. im vorgeheizten Ofen bei 120 Grad Ober/-Unterhitze 10 Minuten erwärmen. Diagonal durchschneiden und genießen.